„Bezahlschranke“ oder Markenaufbau?

Als Unternehmen kann ich mein Geld nur einmal ausgeben. Die Frage im Bezug auf die Frage “Woher kommen meine Kunden” wird immer stärker: Durch eine starke Brand / Marke oder durch bezahlte (Online-) Werbung, also Überwindung der Bezahlschranken der Großen?

ZWEI WEGE – EINE ENTSCHEIDUNG.

Als Markenliebhaber verfolgen wir eine klare Mission: Wir wollen für Unternehmen aus Hagen, Südwestfalen (und gerne darüber hinaus) ein verlässlicher Ansprechpartner in Sachen “Marke”, Corporate Design und Branding sein. Über die reine Gestaltung hinaus begleiten wir unsere Kunden als strategischer (Sparrings-) Partner in Sachen Außenauftritt und Kommunikation.

Aus unserer Sicht wird es in Zukunft immer stärker so sein, dass man sich als Unternehmen und Anbieter von Produkten oder Dienstleistungen eine klare Strategie dazu zurecht legen muss in welche der zwei wesentlichen Themen man sein Geld investieren und mit welchen Dingen man sich vornehmlich beschäftigen will:

  • Investiere ich in meine Marke, um diese aufzubauen, begehrlich und nachfragt zu positionieren und darüber Verkäufe oder Abschlüsse zu erzielen ODER
  • Gebe ich mein Geld eher dafür aus, mir den Weg zum Kunden durch eine der “Bezahlschranken” der großen (Google, Amazon, Facebook und Co.) zu erkaufen, sprich Werbung in Form von AdWords und Co. zu schalten?

Um unseren Punkt an einem Beispiel klar zu machen: Wenn ich heute beispielsweise ein T-Shirt verkaufen möchte, dann habe ich als Produzent oder Anbieter die Möglichkeit, dieses so zu positionieren, dass potentielle Kunden mein Produkt begehrlich finden und ganz konkret dieses erwerben wollen. Hierzu ist eine Vorarbeit notwendig bei der ich in meine Marke “investiere”. Gleichzeitig erfüllt auch ein “normales” T-Shirt ohne bekanntes Label die Funktion “Bekleidung” – eventuell sind die objektiven Qualitäten der beiden Produkte nicht einmal unterschiedlich.

Während der Markenhersteller sich nun die Möglichkeit schafft, dass der Kunde konkret nach “Hipster-Super-Vintage-Shirt” sucht oder besser noch direkt seinen Laden und / oder Online-Shop besucht, weil er eben GENAU dieses begehrlich findet, sucht ein nächster potentieller Kunde vielleicht einfach per Google nach “T-Shirt”.

Der Unterschied:

  • Im ersten Fall habe ich sicherlich schon vorab in meine Marke investiert, was ich nun zu Geld machen kann. Ich binde zudem Kunden an meine Marke und erzeuge weitere werbewirksame Effekte über den reinen Kauf hinaus.
  • Im zweiten Fall habe ich vorab eventuell weniger investiert, nun aber die Schwierigkeit für diesen “T-Shirt”-Kunden zum relevanten Lieferanten zu werden: Genau hier muss ich heute schon und werde ich in Zukunft bezahlen müssen um bei Google, Amazon oder anderen auf den ersten Plätzen zu landen und zu den relevanten Kaufoptionen zu zählen.

Natürlich gibt es noch ein Dutzend weitere Faktoren, die für den letztendlichen Kauf entscheidend sind. Aber es kristallisiert sich heraus, dass “die großen” irgendwann erkennen (und natürlich auch schon erkannt haben), dass sich eine beherrschende Stellung zu Geld machen lässt. Eben dieses Geld muss ich spätestens dann investieren wenn ich ansonsten nicht mehr wahrgenommen oder gefunden würde.

Google und andere bilden demnach eine (Bezahl-)Schranke zum Kunden. Je weniger konkret mein Kunde nach meiner Marke, meinem Unternehmen oder meiner Dienstleistung sucht, desto mehr muss ich zahlen um ihn auf mich in diesem Moment aufmerksam zu machen.*

WAS ALSO TUN?

Genauso eindeutig wie unsere Tendenz als “Markenliebhaber” bei dieser Frage offensichtlich sein muss ist auch: Es wird in dieser Frage kein Schwarz oder Weiß geben, also keine Entscheidung rein für “Branding” oder rein für bezahlte Werbung. Eine sinnvolle Markenstrategie beinhaltet immer beide Komponenten und auch die Entscheidung als “No-Name” am Markt aufzutreten kann bewusst getroffen und erfolgreich umgesetzt werden.

Wir sind allerdings der festen Überzeugung, dass es immer wichtiger wird, ein klares Markenprofil zu entwickeln (sowohl gestalterisch, wie auch inhaltlich) und sich einen festen Platz im Kopf seiner Zielgruppe zu erarbeiten. Diese Investition, die im Tagesgeschäft immer wieder erneuert und weiter ausgebaut werden muss, lässt sich nicht nur durch mehr Verkäufe zu höheren Preisen monetarisieren, sondern macht ein Unternehmen auch unabhängiger von “den Großen”, die ansonsten über Wohl und Übel meines Unternehmens “bestimmen” können.

“Branding is the art of becoming
knowable, likeable and trustable”

John Jantsch

Wie immer: Werbung hat unglaublich viele Facetten – und dieser kurze Ausschnitt beleuchtet eine davon in Kurzform.
Wo setzen wir gemeinsam an? Bis bald, in Hagen!

*Natürlich ist uns bewusst, dass es auch für Markenhersteller sinnvoll sein kann, trotzdem noch Anzeigen / Werbung und vor allem AdWords zu schalten. Dies ist dann aber eine ergänzende und mittelfristig bei weitem nicht die einzige Möglichkeit.

Bildnachweis: AdobeStock / Rattanachat

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